|
Dresden,
04.2.2003
Pressemitteilung
des Deutschen Diabetiker Bundes, Landesverband Sachsen e. V
Stellungnahme
des Landesvorstandes zum Disease Management Programm Diabetes
Typ 2
Der
Landesvorstand informiert alle Mitglieder und interessierten Typ
2 - Diabetiker darüber, welche Schwerpunkte vor der Einschreibung
in ein Disease Management Programm Typ 2 - Diabetes bei Ihrem
Hausarzt oder Diabetologen dringend beachtet werden sollten:
- Quartalsweise
Durchführung des HbA1c Tests soll möglich sein.
- Überweisung
an eine Schwerpunktpraxis ab HbA1c über 7,5 % soll gewährleistet
sein, entsprechend den sächsischen Leitlinien Diabetes.
- Bloße
Symptomfreiheit als Therapieziel reicht nicht aus und wird von
uns abgelehnt. Sinnvolles Therapieziel ist für uns eine normnahe
Stoffwechsel- und Blutdruckeinstellung.
- Die Medikamente
und Teststreifen, die bisher verordnet wurden, sollten auch
weiterhin verordnet werden dürfen. Die Verordnung innovativer
Arzneimittel darf - wenn für die Behandlung erforderlich - nicht
ausgeschlossen sein.
Weiterhin
wenden wir uns ausdrücklich dagegen, dass nach der geplanten Positivliste
des Bundesgesundheitsministeriums einige bewährte Diabetesmedikamente
nicht mehr verordnet werden dürfen oder selbst bezahlt werden
müssen. Wir werden nicht ruhig zusehen, dass für die Diabetesbetreuung
notwendige Medikamente nicht mehr verordnungsfähig sind.
Wir sind
uns der Komplexität der Aufgaben und Probleme bewusst, welche
die Vertragspartner für die Disease Management Programme - Kassenärztliche
Vereinigung und Krankenkassen- in diesem Zusammenhang bewältigen
müssen. Jeder Diabetiker (Typ 2) muss für sich selbst entscheiden,
ob er das Ergebnis dieser Verhandlungen für sich akzeptiert. Mit
unserer Stellungnahme wollen wir dafür eine Entscheidungshilfe
geben.
Christine
Liche
Referentin
für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Striesener Straße 39, 01307 Dresden, e-Mail dsachsen@uni.de,
Fax: 0351 452 6652
|