Diabetiker-Hymne

(Aus den Mitteilungsblatt des Landesverbandes Sachsen 1/1998)

Alles mit Zucker, das ist verboten,
alles, was Fett ist, das ist nicht erlaubt,
immer nur Schwarzbrot, Tomaten und Schoten
und abends Diätbier, was uns keiner glaubt.

Dazu immer messen und auch noch spritzen,
jeden Tag joggen, niemals still sitzen.
Und ist es dann Sonntag, gibt‘s Sauerkrautsaft
und Knäcke mit Harzer – das gibt uns Kraft.

Fürs Insulin, da musst du bezahlen,
Tabletten und Tropfen sind nicht umsonst,
obwohl du in Deutschland, dem sozialen
und reichen, mit deinem Diabetes wohnst.

Wenn etwas in Deutschland oder der Welt passiert, was den obigen Alltag des Diabetikers verändern könnte oder gar besser macht, sind wir bemüht, Ihnen diese Information bereitzustellen. Monatliche Informationen schicken wir Ihnen gern zu, wenn Sie sich auf unserer Seite Newsletteranmeldung registrieren.

Sport und Diabetes – Na klar!

Körperliche Aktivitäten wie Schulsport, Radfahren oder Wandern verbrauchen Energie und senken daher den Blutzucker. Um Unterzuckerungen zu  verhindern, spritzen Diabetiker vor körperlicher Aktivität weniger Insulin, oder sie nehmen zusätzliche Kohlenhydrate zu sich.

Diabetische Kinder können und sollen am Schulsport teilnehmen. Eine generelle Sportbefreiung ist nicht gerechtfertigt. Gefährlich wird es, wenn der erhöhte Energieverbrauch nicht entsprechend aufgefangen wird oder die körperliche Betätigung  anstrengender ausfällt als geplant.

Bei längeren Aktivitäten, zum Beispiel mehrstündigen Radtouren oder Wanderungen, können deshalb kurze Pausen für zusätzliche Zwischenmahlzeiten nötig werden. Auch wenn die Sportstunde unerwartet verlegt wird, müssen Kinder und Jugendliche mit Diabetes die Gelegenheit bekommen, vorher etwas zu essen, was den Blutzuckerspiegel erhöht. Grundsätzlich ist mit Diabetes auch Leistungssport möglich.

Wie weit sich diabetische Kinder und Jugendliche an sehr belastenden sportlichen Aktivitäten (z. B. Langstreckenlauf, Radtouren oder Skilanglauf über große Distanzen) beteiligen, sollte mit den Eltern und gegebenenfalls auch dem betreuenden Arzt abgestimmt werden.