Vorwort Rosmarie Wallig

Liebe Mitglieder des Landesverbandes,

Das Jahr ist fortgeschritten und es ist Zeit für die zweite Ausgabe des Mitteilungsblattes. Unser bisheriger Schatzmeister ist Ende des letzten Jahres schwer erkrankt. Er kann im Landesverband nicht mehr mitarbeiten. In der letzten Landesvorstandssitzung haben wir einen neuen Schatzmeister kooptiert. Es ist Herr Frank Patzsch aus Dresden. Er ist ein neues Mitglied und an der Mitarbeit im Vorstand interessiert.

Im September haben wir nach langer Vorbereitung unseren 15. Sächsischen Diabetikertag in Chemnitz durchgeführt. Leider haben nicht viele Diabetiker den Weg ins Veranstaltungszentrum gefunden. Das finden wir sehr schade.

Mitte Oktober haben wir in Lichtenwalde unser Schulungswochenende für Selbsthilfegruppenleiter durchgeführt. Es war eine wichtige Veranstaltung für die SHG-Leiter und Finanzverantwortlichen. Dass wir alle 2 Jahre die Veranstaltung übers Wochenende machen, wird von den Teilnehmern sehr geschätzt.

Wir hatten genug Zeit für Gespräche untereinander am Rande der Vorträge und natürlich am Abend. Nächstes Jahr finden dann wieder zwei Tages-Schulungen in Dresden statt. Außerdem wird im nächsten Jahr unsere Hauptveranstaltung die Mitgliederversammlung mit der Vorstandswahl sein. Die Selbsthilfegruppen haben sich dieses Jahr wieder regelmäßiger getroffen und haben auch Ausfahrten gemacht. Langsam normalisiert sich die Selbsthilfearbeit in unserem Verband wieder. Wollen wir hoffen, dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Ich wünsche Ihnen eine ruhige Zeit bis zum Jahresende und einen guten Start ins neue Jahr. Genießen Sie die Adventszeit und Weihnachten.

Viele Grüße
Ihre Rosmarie Wallig
Landesvorsitzende


 

RNA-Impfstoffe verständlich erklärt

Für all diejenigen, die Mikrobiologie nicht im Hauptfach studiert haben, haben wir eine unserer Meinung nach sehr gute Erklärung dafür gefunden, dass es nicht möglich ist, dass die Corona-Impfung unser Erbgut angreift.

Soweit die Veranstaltungen öffentlich sind, stellen wir die Programme terminnah online.

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Neue Leitlinie „Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“ – Magen-OP bei geeigneten Diabetespatienten künftig schneller möglich

Über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland hat Übergewicht, ein Viertel der Bevölkerung ist adipös und damit krankhaft übergewichtig. Die Betroffenen leiden häufig an einem Typ-2-Diabetes und sind auch zudem einem hohen Risiko für Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ausgesetzt. Nun kann Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 40 kg/m² zur Verbesserung des Stoffwechsels künftig schneller zur Magenoperation geraten werden.

Diese Empfehlung ist ein zentraler neuer Punkt der aktualisierten S3-Leitlinie „Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“, an der die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mitgewirkt hat. Erstmals wurde hierbei die metabolische Chirurgie berücksichtigt. Zu den Standardverfahren zählen die Magen-Bypass-Operation – dabei wird der Magen durch einen Teil des Dünndarms überbrückt – sowie Verkleinerungen des Magenvolumens zu einem sogenannten Schlauchmagen. Künftig steht bei diesen Operationen weniger der alleinige Gewichtsverlust im Vordergrund, sondern eine Verbesserung des Stoffwechsels und Gesundheitszustandes zugunsten der Lebensqualität und Lebenserwartung. „Diese Richtungsänderung ermöglicht, die Kostenübernahme metabolischer Operationen einfacher und patientenorientierter zu gestalten, die hoffentlich zur Regelleistung der Gesetzlichen Krankenkassen werden“, betont DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland. Die Leitlinie sei ein Instrument zur Optimierung der Behandlung von Adipositas und metabolischen Erkrankungen, insbesondere des Typ-2-Diabetes. Patienten mit einem Typ-2-Diabetes und Adipositas dritten Grades – also einem BMI über 40 kg/m² – brauchen nun keinen Nachweis mehr erbringen, dass die Möglichkeiten der Gewichtsregulierung ausgeschöpft sind und nur noch die metabolische Operation helfen kann. Da davon ausgegangen wird, dass die Patienten im Rahmen von Schulungsprogrammen ausreichende Kenntnis über Lebensstiltherapie und Ernährung erhalten haben, können sie künftig sofort operiert werden. Der Eingriff ist auch für Diabetespatienten mit einem BMI über 35 kg/m² empfehlenswert, wenn sich die diabetesspezifischen Therapieziele durch Medikamente und Lebensstiländerungen wie Ernährungsumstellung und Bewegung nach Einschätzung der behandelnden Diabetologen nicht erreichen lassen. Bei einem BMI über 50 kg/m² ohne Begleiterkrankungen kann ebenfalls sofort operiert werden. Studien zeigen, dass die metabolische Chirurgie unmittelbar nach dem Eingriff zu einer Verbesserung des Glukose- und Insulinstoffwechsels führt, obwohl noch gar keine Gewichtsabnahme eingetreten ist. Die Normalisierung des Blutzuckerspiegels ist auf eine starke Reduktion der Kalorienaufnahme und Veränderungen der Produktion von Hormonen des Magen-Darm-Traktes zurückzuführen. Patienten können dann die Insulindosis reduzieren oder ganz auf Medikamente verzichten. „Für krankhaft übergewichtige Diabetespatienten kann die Operation ein lebensrettender Ausweg aus einem langen Martyrium sein“, sagt Professor Dr. med. Jens Aberle, Ärztlicher Leiter des Adipositas-Centrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Co-Autor der Leitlinie. Bei schwerer Adipositas gelingt es nur in wenigen Einzelfällen, durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung das Gewicht zu reduzieren – und somit auch das hohe Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Nierenschäden. „Die metabolische Chirurgie ist für Patienten mit schwer kontrollierbaren Blutzuckerwerten daher eine effektive antidiabetische Therapie“, betont Aberle. Sie vermeidet zudem hohe Kosten für das gesamte Gesundheitssystem, die durch die Behandlung der Adipositas bedingten Folgeerkrankungen entstehen.

Laut Leitlinie ist die strukturierte Nachsorge durch Experten auch nach dem operativen Eingriff bedeutend. Dazu zählen die Kontrolle der Gewichtsentwicklung, der Laborwerte und des Ernährungsverhaltens sowie die Teilnahme an Selbsthilfegruppen und eine psychologische Begleitung.

Zur Leitlinie

Wissenschaftler wollen in den kommenden Jahren über 300.000 Babys auf ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes testen

Eine internationale Forschergruppe unter Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München hat ein Verfahren zur Risikoberechnung für Typ-1-Diabetes entwickelt, das älteren Methoden deutlich überlegen ist. Durch die Analyse von bis zu 41 Genregionen lassen sich ab der Geburt Kinder identifizieren, die ein mindestens 25-fach erhöhtes Risiko besitzen, Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Der Test kommt bereits in einem europaweiten Präventionsprojekt zu Typ-1-Diabetes zum Einsatz. Die Arbeit in ‚PLOS Medicine‘ könnte auch als Modell für andere Krankheiten dienen, an deren Entstehung ebenfalls eine Vielzahl von Genen beteiligt sind.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Helmholtz Zentrum München
Freder1k-Studie
Download Informationsmaterial

Mit Insulin-Nasenspray den Körper trainieren

In der PINIT-Studie werden Kinder mit einem hohen genetischen Diabetesrisiko gebeten, an einer vorbeugenden Behandlung mit Insulin-Nasenspray teilzunehmen, um zu prüfen, ob dadurch die Entstehung der Erkrankung Typ-1-Diabetes verhindert werden kann. Die Ursachen des Typ-1-Diabetes liegen in einer fehlerhaften Reaktion des Immunsystems gegenüber den Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das körpereigene Insulin produzieren. Das Immunsystem erkennt fälschlicherweise das körpereigene Insulin und beginnt, die Zellen zu zerstören. In der PINIT-Studie möchten wir versuchen, das Immunsystem zu trainieren, damit keine fehlerhafte Reaktion auftritt. Durch die Verabreichung von Insulin-Nasenspray soll dem Immunsystem eine Toleranz gegenüber dem körpereigenen Insulin antrainiert und dadurch die krankmachende Immunreaktion verhindert werden.

 


Akutkliniken im Vergleich

Der Bundesverband Klinischer Diabetes-Einrichtungen e.V. hat eine Transparenzliste für Akutkliniken entwickelt. Mehr Informationen erhalten Sie hier: BVKD-Transparenzliste

In dieser Liste wurden Punkte vergeben, mit diesen die Kliniken in folgende Qualitätsstufen eingeordnet werden können:

1 bis 4 Punkte = 1 Stern
5 bis 9 Punkte = 2 Sterne
10 bis 19 Punkte = 3 Sterne
20 bis 25 Punkte = 4 Sterne
26 bis 35 Punkte = 5 Sterne

 

Sport und Diabetes – Na klar!

Körperliche Aktivitäten wie Schulsport, Radfahren oder Wandern verbrauchen Energie und senken daher den Blutzucker. Um Unterzuckerungen zu  verhindern, spritzen Diabetiker vor körperlicher Aktivität weniger Insulin, oder sie nehmen zusätzliche Kohlenhydrate zu sich.

Diabetische Kinder können und sollen am Schulsport teilnehmen. Eine generelle Sportbefreiung ist nicht gerechtfertigt. Gefährlich wird es, wenn der erhöhte Energieverbrauch nicht entsprechend aufgefangen wird oder die körperliche Betätigung  anstrengender ausfällt als geplant.

Bei längeren Aktivitäten, zum Beispiel mehrstündigen Radtouren oder Wanderungen, können deshalb kurze Pausen für zusätzliche Zwischenmahlzeiten nötig werden. Auch wenn die Sportstunde unerwartet verlegt wird, müssen Kinder und Jugendliche mit Diabetes die Gelegenheit bekommen, vorher etwas zu essen, was den Blutzuckerspiegel erhöht. Grundsätzlich ist mit Diabetes auch Leistungssport möglich.

Wie weit sich diabetische Kinder und Jugendliche an sehr belastenden sportlichen Aktivitäten (z. B. Langstreckenlauf, Radtouren oder Skilanglauf über große Distanzen) beteiligen, sollte mit den Eltern und gegebenenfalls auch dem betreuenden Arzt abgestimmt werden.