Prävention von Kindesbeinen an!
Beeinflussen Risikofaktoren während der Kindheit das spätere Herz-Kreislauf-Risiko?
Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Body-Mass-Index (BMI)
- Blutdruck
- Blutfette
- Rauchen
Viele Schritte am Tag erwiesen sich in dieser Studie gerade für ältere Männer mit Diabetes als hilfreich: wer mehr als 2,4 km am Tag zu Fuß absolvierte, minderte sein Risiko für Herzkrankheiten auf ein Maß, welches dem von Gesunden entspricht.
Zahlreiche Studien haben bereits die gesundheitlichen Vorteile von regelmäßigem Spazieren gehen beleuchtet: wer viel zu Fuß unterwegs ist, lebt länger und erkrankt seltener an Herzerkrankungen und Krankheiten des Alters. Forscher aus den USA und Mexiko gingen in ihrer Studie nun den Vorteilen vom Spazieren gehen bei älteren Personen auf den Grund. Die Forscher interessierte im Speziellen, ob gesunde Personen und Personen mit Typ-2-Diabetes im unterschiedlichen Maß von dem Spazieren gehen profitieren.
Für ihre Studie analysierten die Forscher 2732 Männer mit und ohne Diabetes im Alter zwischen 71 und 93 Jahren. Die Männer wurden das erste Mal zwischen 1991 und 1993 untersucht. Bei allen Männern wurde erfasst, wie viel sie täglich spazieren gingen. Bei der Erstbefragung litt keiner der Männer an einer Herzkrankheit. Die Männer wurden dann für bis zu 7 Jahre nachbeobachtet.
Männer mit Typ-2-Diabtes, die weniger als 400 m am Tag zu Fuß gingen, hatten ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Herzkrankheit im Vergleich zu gesunden Männern, die genauso wenig Schritte am Tag absolvierten.
Anders verhielt es sich aber, wenn die Männer viel aktiv waren und mehr als 2,4 km am Tag (2,4 km entsprechen je nach Schrittlänge etwa 3430 bis 4000 Schritten) spazierten: in diesem Fall wiesen die Männer mit Diabetes kein höheres Risiko, am Herzen zu erkranken, im Vergleich zu den nicht an Diabetes erkrankten Männern auf.
Bei den Männern mit Diabetes minderte sich das Risiko für Herzkrankheiten mit steigender Anzahl der Schritte am Tag. Bei den gesunden Männern hingegen war dieser Zusammenhang weniger deutlich ausgeprägt.
Viel spazieren zu gehen stellt sich als einfache, sichere und leicht anwendbare Form der Bewegung dar, mit dem das Risiko für Herzkrankheiten so deutlich abgeschwächt werden kann, dass es dem von einer gesunden Person ohne Diabetes entspricht.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal
15 Mitglieder und Freunde der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Plauen Vogtland unternahmen am 8. Mai eine Tagestour nach Bad Dürrenberg, um die Landesgartenschau Sachsen-Anhalt zu besuchen.
Pünktlich 9.30 Uhr startete der Kleinbus der Fa. Fiedler-Touristik ab Plauen/Hohe Straße in Richtung Schleiz zur Autobahn A9. Die Tour führte auf der A9 bis zur Abfahrt Bad Dürrenberg. Dort angekommen um 11.30 Uhr ging es zum Mittagessen ins Restaurant „Zum Solezwerg“.
Die Solestadt Bad Dürrenberg mit ca. 12.000 Einwohnern liegt zwischen Leipzig, Halle und Weißenfels an der Saale. Salz, das „weiße Gold“, hat die Geschichte der Stadt bis heute geprägt. Das mit 636 Metern längste Gradierwerk Deutschlands, der Borlach- und der Witzlebenturm sowie das Gartendenkmal Kurpark legen davon ein beeindruckendes Zeugnis ab.
Nach dem deftigen Mittagessen hatte jeder die Möglichkeit, das Laga-Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Manche nutzten die Gelegenheit zum Kaffee trinken. Besonderes Augenmerk fanden das Palmen- und Vogelhaus mit Garteninfotreff und die Blumenhalle. Auch eine Weinlaube mit Picknickplatz zog die Besucher an.
Um 16.00 Uhr hieß es dann Abschied nehmen von der Gartenschau und es folgte die Rückfahrt über die Autobahn. 17.35 Uhr kamen alle wohlbehalten in Plauen an. Es waren schöne Stunden unter Gleich gesinnten. Besonderer Dank gilt dem Gruppenleiter Lothar Schrimpf für seine gute Organisation und dem Fahrer der Fa. Fiedler Touristik für seine sichere Fahrt.
Viel Wissenswertes zur Gesundheitsversorgung im Vogtlandkreis erfuhren die 11 anwesenden Mitglieder der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Plauen/Vogtland bei ihren Treffen am 2. 0ktober im Restaurant des Möbelhauses Biller durch die Regionalkoordinatorin für gesundheitliche Versorgung Nicole Enders vom Gesundheitsamt. Nach statistischen Angaben ist Deutschland bei Gesundheitsausgaben weltweit auf Platz 3 in Europa sogar auf Platz 1.
Im Vogtlandkreis gibt es 6 Kliniken und ca. 390 ambulante Ärzte. Die stationäre Versorgung sei noch relativ gut. 48 Prozent der Hausärzte sind über 60 Jahre, somit ist der Versorgungsgrad sinkend. Knapp 7 Prozent der Ärztestellen sind unterbesetzt.Man rechnet im Jahr 2035 mit 35 Prozent unbesetzter Stellen. Aus medizinischen Fachberufen wie Krankenschwestern und Pflegekräfte sei eine Abwanderung zu verzeichnen. Bei der Fachkräftegewinnung will man langfristig schon bei der Berufsfindung Einfluss nehmen. Patientenströme sollen effektiv gesteuert werden, neue Versorgungs- und Behandlungskonzepte werden etabliert sowie mobile Arztpraxen. So soll im Oberen Vogtland künftig eine mobile Augenarztpraxis die Routineversorgung bei Diabetes ermöglichen.
Über eine Homepage „Ärzte fürs Vogtland“ plant man regelmäßiges Hausärztetreffen.
Am Ende des Vortrages gibt es ein trauriges Fazit: „Es gehen mehr Ärzte in Rente, als Studienabgänge nachkommen!“
Friedhard Schürer
Es ist eine langjährige Tradition der Selbsthilfegruppe (SHG) im Monat Mai eines jeden Jahres unsere sogenannte „Fahrt ins Blaue“ durchzuführen. Über 20 Jahre freuen sich inzwischen unsere Mitglieder auf diesen Ausflug, da sie auch ihre Angehörigen und Bekannten mitbringen können.
Es wird allerdings immer schwerer, geeignete Ausflüge zu finden. Der Altersdurchschnitt unserer Gruppe hat über die Jahre zugenommen. Diese Tatsache müssen wir bei der Auswahl beachten, da einigen Mitgliedern das Gehen schwerfällt. Wichtig ist für unsere SHG, das unsere Mitglieder durch solche Ausflüge den sozialen Kontakt halten und aus dem „Alltagstrott“ herauskommen. Im Mai des Jahres 2023 besuchten wir das Musikhotel „Goldener Spatz“ in Jeßnitz. Unsere Gruppe wurde durch die beliebte Schlagersängerin und Dame des Hauses Angela Novotny empfangen. Sie unterhielt uns 60 Minuten mit ihrem schönen Programm.
In diesem Jahr fuhren wir nach Ölsnitz im Vogtland zum singenden Gastwirt Silvio Kuhnert ins Eventhotel „Zum grünen Baum“. Der Gastwirt ist auch durch Fernsehauftritte und mehrere CDs bekannt. Eine große Überraschung erlebten wir, als die Speisen und Getränke nicht durch Kellner an die Tische geliefert wurden, sondern durch Tisch-Roboter. Dies erlebten unsere Mitglieder zum ersten Mal und staunten über diesen Service. In einem 90-minütigen Programm stellte der Gastwirt seine Schlager vor. Die Darbietungen begeisterten uns. Gesprächsthema auf der Rückfahrt war nicht nur die schöne Veranstaltung, sondern auch das Erlebnis Tischroboter.
Wolfgang Batzke
Gruppenleiter
Zwischen 3 und 10 Prozent der Menschen in Deutschland sind von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) betroffen, wobei die Zahl je nach Studienlage variiert. Die Risikofaktoren Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Bewegungsmangel, familiäre Vorbelastung und fortgeschrittenes Alter lassen aber vorhersehen, dass diese Zahl eher steigen als sinken wird.
Die gerade aktualisierte S3-Leitlinie versammelt die neusten Erkenntnisse und Empfehlungen in Bezug auf Diagnostik, Therapie und Nachsorge der pAVK und setzt einen Schwerpunkt auf die ganzheitliche Therapie der Patientinnen und Patienten. Die Leitlinie ist in Zusammenarbeit verschiedener Fachgesellschaften unter Mitwirkung der Deutschen Gesellschaft für Gefässchirurgie und Gefässmedizin e.V. (DGG) entstanden.
Es beginnt mit Schmerzen in den Waden: Die Gehstrecken, die ohne Schmerzen zurückgelegt werden können, werden kürzer. Betroffene müssen immer mehr Pausen einlegen – bleiben vor jedem Schaufenster stehen. So beginnt die pAVK, die im Anfangsstadium auch Schaufensterkrankheit oder Claudicatio intermittens genannt wird.
„Ablagerungen in den Arterien verringern den Durchfluss des Blutes, das führt zu einer Unterversorgung im umliegenden Gewebe. Betroffene leiden aber nicht nur an einer pAVK“, erläutert Privatdozent Dr. med. Ulrich Rother, Vorsitzender der Kommission pAVK und Diabetischer Fuß der DGG und Leitender Oberarzt Gefäßchirurgie am Uniklinikum Erlangen.
„Die Betroffenen sind mehrfacherkrankt: Viele haben zusätzlich Diabetes Typ 2, Übergewicht und Bluthochdruck und tragen also ein hohes Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Die ganzheitliche Therapie der pAVK ist deswegen ein zentraler Punkt der neuen Leitlinie. Erstmals gibt es zahlreiche detaillierte Empfehlungen zu Art und Dauer des Gefäßtrainings. Leider besteht in Deutschland eine Unterversorgung in Bezug auf Gefäßsportgruppen und das, obwohl die Wirksamkeit des Bewegungstrainings eindeutig belegt ist“
Denn zentral für eine Verbesserung der Symptome sei eine Lebensstiländerung, bei der Gefäßtraining in mehrfacher Hinsicht helfe: „Durch die Gruppendynamik fällt es leichter, Risikofaktoren wie beispielsweise das Rauchen, falsche Ernährung und Bewegungsmangel zu bekämpfen.“
Auch dem demografischen Wandel trägt die Aktualisierung der Leitlinie Rechnung: Ein neues Kapitel widmet sich der Therapie und Nachsorge von geriatrischen Patientinnen und Patienten.
In der Leitlinie neu aufgenommen sind unter anderem die Schlussfolgerungen aus zwei Studien, die Klarheit geschaffen haben, wann welches Verfahren zur Wiederherstellung der Blutzirkulation besonders geeignet ist, wenn der Verlust einer Extremität droht.
„Ob endovaskulär, also mit Hilfe eines Katheters, oder offen chirurgisch vorgegangen werden soll, können wir inzwischen anhand definierter Kriterien besser beurteilen. Das bedeutet für die Betroffenen ein besseres Ergebnis und die Chance, einer Amputation zu entgehen“, erläutert Rother.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG)
Menschen mit Diabetes mellitus haben ein höheres Risiko für bestimmte Infektionen und schwere Krankheitsverläufe. Dazu zählen unter anderem Influenza-Grippe, COVID-19 und Gürtelrose.
Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt Menschen mit Diabetes mellitus, sich jährlich gegen Grippe und COVID-19 impfen zu lassen. Ab einem Alter von 50 Jahren wird ihnen auch eine Impfung gegen Herpes zoster empfohlen. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät, dafür jetzt im Herbst einen Termin mit dem behandelnden diabetologischen Team oder der Hausarztpraxis zu vereinbaren.
„Warum sich Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung wie Diabetes mellitus häufiger mit Influenza, COVID-19 oder Gürtelrose infizieren, hat nicht nur mit dem Diabetes zu tun: Viele von ihnen leben zusätzlich mit Adipositas oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Faktoren steigern das Infektionsrisiko zusätzlich und erhöhen leider auch das Risiko für schwere Krankheitsverläufe“, erklärt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen mit Diabetes mellitus, sich gegen Grippe und COVID-19 jährlich impfen zu lassen, da sich die Influenza- und Corona-Viren verändern. Professor Haak erklärt: „Auch wenn dies keinen hundertprozentigen Schutz bietet: Studien zeigen, dass die Impfungen das Risiko für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle bei Diabetes-Patienten deutlich senken können.“ Außerdem verringern sie die Wahrscheinlichkeit für potenziell damit einhergehende Herzprobleme oder Lungenentzündungen.
Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben im Vergleich zu Stoffwechselgesunden ein um 20 Prozent höheres Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. „Herpes zoster kann mit starken Nervenschmerzen, einer sogenannten postherpetischen Neuropathie, einhergehen und mit einer sehr langwierigen Behandlung verbunden sein“, sagt Professor Haak. Ab einem Alter von 50 Jahren sollten sich Menschen mit Diabetes auch dagegen impfen lassen: Die Gürtelrose-Impfung muss zweimal im Abstand von 2 bis 6 Monaten zwischen den beiden Terminen erfolgen, um den Schutz aufzubauen. Die STIKO rät hier zur Impfung mit einem speziellen Totimpfstoff. Umgekehrt gilt: „Wer plötzlich an Gürtelrose erkrankt, könnte auch schon länger einen bislang unentdeckten Diabetes Typ 2 aufweisen“, so Professor Haak. Bei Menschen mit chronischen Erkrankungen trägt die Krankenkasse die Kosten für die Immunisierungen.
Quelle: RKI
Weitere Informationen:
Covid-häufige Fragen
www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-19/FAQ-gesamt.html
Herpes-häufige Fragen
www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Herpes_zoster/FAQ-Liste.html
Jede Impfung zählt
www.aerzteblatt.de/industrieinformationen/infocenter/20/Jede-Impfung-zaehlt?nid=154873
Am 24. September 2024 wurde Friedhard Schürer im Schloss Albrechtsberg in Dresden für sein herausragendes langjähriges Engagement zum Wohle behinderter, schwerhöriger Mitmenschen durch die Sozialministerin Petra Köpping mit der Annen-Medaille ausgezeichnet. Gleiche Ehrung erhielten 13 Frauen sowie weitere 6 Männer aus dem Freistaat Sachsen.
Friedhard Schürer, seit seiner Kindheit hörbehindert, war Mitbegründer des Regionalverbandes Vogtland der Schwerhörigen und Ertaubten im Oktober 1992 in Falkenstein. Sein Wunsch war es, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen und Menschen mit Einschränkungen zu helfen. Seine ehrenamtliche Tätigkeit erstreckt sich über die Funktion des Vorstandsvorsitzenden bis 1996 und danach des Kassierers bis zur Auflösung des Verbandes im Juni 2023. Als ehrenamtlicher Hörmittelberater hat er hilfesuchenden schwerhörigen Bürgern beim Umgang mit Hörgeräten und Hörhilfsmitteln geholfen.
Die Zahl der Ehrenämter von Friedhard Schürer ist noch viel größer. Seit März 2020 ist er Ortsverbandsvorsitzender des VdK in Plauen und seit 2021 auch amtierender Vorsitzender des VdK·Kreisverbandes Vogtland. 25 Jahre ist er Mitglied in der AG Behindertenhilfe der Stadt Plauen und seit 2022 gehört er dem Beirat für Menschen mit Behinderung des Vogtlandkreises an. Im Mai 2021 wurde Friedhard Schürer in den Landesverbandsausschuss des VdK Sachsen berufen.
Im Deutschen Diabetikerbund Gebietsverband Plauen/Vogtland ist er seit 2014 aktiv und seit 2 Jahren stellv. Gruppenleiter sowie seit 2019 Vorsitzender der Revisionskomission beim Landesverband Sachsen.
Diese Vielzahl an Ehrenämtern zeigt, wie gut es Friedhard Schürer gelungen ist, die Trennung zwischen den Menschen aufzu- heben. Durch diese viele Mitmenschlichkeit hat er diese Auszeichnung erhalten.