Anmerkungen des Landesverbandes zu obigem CGM-Artikel

Im „Tagesgeschäft“ der Landesgeschäftsstelle sind wir regelmäßig und auch immer wiederkehrend mit der Frage zur Genauigkeit der Messsysteme konfrontiert.

Das passiert, seit wir die Möglichkeit der Blutzuckermessung mit den BZ-Messgeräten der vielen unterschiedlichen Anbieter haben. Natürlich setzt sich diese Frage auch mit den CGM-Geräten fort, auch wenn dort gar nicht der Blutzuckerspiegel, sondern der Glucose-Anteil in der Gewebsflüssigkeit gemessen wird.

Oft bekam ich zu hören, dass der BZ-Wert zwischen zwei Messgeräten unterschiedlich angezeigt wird. Das ist logisch, denn diese Patientengeräte sollen uns in der täglichen Therapie unterstützen. Dafür ist es nicht notwendig, dass sie absolut genau sind und geeicht werden wie Laborgeräte. Also Abweichungen der Messwerte von Gerät zu Gerät in einem bestimmten Bereich sind völlig in Ordnung.

Nun kommen die CGM-Systeme dazu, dort ist es natürlich ähnlich. Unterschiedliche Hersteller und unterschiedliche Systeme bewirken auch hier Abweichungen vom geeichten Laborgerät. Dazu kommt dann noch, dass CGM-Systeme ja nicht den Blutzuckerspiegel sondern die Glucose in der Gewebsflüssigkeit messen. Da steigt und sinkt der Glucosespiegel immer ein bisschen verzögert zum Blutwert. Das wissen die Hersteller natürlich und versuchen, es im Algorithmus zu berücksichtigen.

Alles in allem ist es jedoch ein ganz fantastischer Fortschritt und eine wunderbare Therapieunterstützung, auch bei den Abweichungen, wenn Sie dagegen überlegen, dass wir vorher Urinteststreifen hatten. Die zeigen ja erst an, wenn die Nierenschwelle überschritten ist, dann ist der Zuckerspiegel aber eben auch garantiert zu hoch.

Matthias Böhmer