Ein Thema, das regelmäßig aufkommt: Zusatzstoffe im Essen
Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach:
Wenn Sie selbst kochen, wissen Sie, was drin ist. Die Kartoffeln und das Gemüse vom Bauern aus der Nachbarschaft sollten gar kein Problem darstellen. Das Fleisch vom Metzger Ihres Vertrauens auch nicht, da der das Schlachtvieh ja auch von den Bauern der Umgebung bezieht. – Tja, schön wär´s.
Leider bedeutet unsere moderne und vernetzte Welt eben auch, dass Obst, Gemüse, Fleisch etc. wahnsinnige Transportwege zurücklegt. Da geht es manchmal um Verfügbarkeiten, wie Erdbeeren zu Weihnachten, und meist um den Preis. Manchmal wird das Rind auch einmal quer durch Europa gefahren, wegen der Subventionen, das ist ein fast bodenloses Thema.
Diese Zusatzstoffe im Essen werden zugesetzt, damit es z.B. haltbar bleibt, wegen des Transportweges. Wegen einer kleinen Prise ist das vielleicht noch nicht einmal ein Problem. Aber schon Paracelsus sagte „Die Dosis macht das Gift“, auch wenn das nur die verkürzte Aussage ist.
Wir wissen, je höher verarbeitet ein Lebensmittel ist, umso weniger Nutzen hat es für den Körper (auch wenn es schmeckt). Wenn wir uns also nur von hochverarbeiteten Lebensmitteln wie Fertiggerichten (die müssen haltbar gemacht werden) und Fastfood ernähren, sind die Probleme natürlich vorprogrammiert.
Andererseits hat ein Apfel, der noch frisch und fröhlich am Baum hängt, ungespritzt und ökologisch gedüngt, auch schon Stoffe aus der E-Liste. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind das 16, kleines Beispiel? – E140 – Chlorophyll, E 160a – Beta-Carotin, E 296 – Apfelsäure, E 300 – Ascorbinsäure (Vitamin C), E 460 Cellulose.
Also diese E-Nummern sagen gar nicht, dass es schlecht ist. Zum Problem kann es erst werden, wenn diese E-Nummer sagt, dass der Stoff synthetisiert wurde und zugesetzt wurde um etwas nachzubilden oder einen Effekt zu erreichen.
Wir haben für Sie Artikel mit Tipps zur gesunden Ernährung zusammengestellt.
Viel Freude beim Lesen und guten Appetit!
Matthias Böhmer
Veganer und Schwangere sollten täglich mit Jodsalz würzen
Angesichts des neuerlichen Jodmangels in Deutschland rät der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) dringend, konsequent jodiertes Speisesalz in der Küche zu verwenden. Vor allem Schwangere und Personen, die sich rein pflanzenbasiert ernähren, müssten auf eine ausreichende Versorgung mit dem lebensnotwendigen Spurenelement achten.
„Wir sehen in unserer Ambulanz immer häufiger junge Veganerinnen, die in Folge eines Joddefizits Schilddrüsenknoten entwickeln“, berichtet BDN-Experte Professor Dr. med. Markus Essler. Warnzeichen für Jodmangelstörungen können neben Heiserkeit auch empfindliche Hälse sein – Halstücher und Rollkragenpullis werden als drückend empfunden.
Aktuelle Daten zeigen, dass Deutschland wieder klar als Jodmangelgebiet gilt: Rund 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen erreichen nicht die empfohlene tägliche Jodzufuhr, wie repräsentative Untersuchungen des Robert Koch-Instituts (RKI) belegen. Hauptgründe sind veränderte Ernährungsgewohnheiten, etwa der Trend zu mehr pflanzenbasierten Produkten, und der rückläufige Einsatz von Jodsalz in der Lebensmittelindustrie.(1) Die deutschen Referenzwerte liegen derzeit bei 150 µg Jod pro Tag für Jugendliche und Erwachsene, mit erhöhtem Bedarf für Schwangere (220 µg täglich) und Stillende (230 µg täglich).
Schon milde Joddefizite beeinträchtigen den IQ
Werden die Referenzwerte deutlich unterschritten, kann es bei Erwachsenen zu Jodmangelstörungen wie einer Größenzunahme der Schilddrüse („Kropf“) oder der Bildung von Schilddrüsenknoten kommen. „Besonders gefährlich ist ein Jodmangel jedoch für Ungeborene und Kleinkinder“, betont Essler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Bonn. „Eine Unterversorgung in dieser Phase erhöht das Risiko für spätere Einschränkungen der intellektuellen Fähigkeiten und der Feinmotorik.“ Bereits milde Joddefizite in der Schwangerschaft können messbare IQ Verluste und Lernschwierigkeiten verursachen, wie Studien belegen.(2)
Praxen schicken vermehrt junge Veganerinnen
Mit Sorge betrachtet der Schilddrüsenspezialist deshalb die Entwicklung, die er in Ambulanzen und Praxen beobachtet. „Typischerweise treten Schilddrüsenknoten erst im Alter auf“, so Essler. „Jetzt aber schicken hausärztliche Praxen vermehrt auch junge Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter zu uns, die sich vegan ernähren.“ Weil die jungen Frauen häufig ersatzlos auf wichtige Jodlieferanten wie Milch und Milchprodukte, Eier, Meeresfisch und -früchte verzichten, riskieren sie mit der Zeit einen Jodmangel und können in der Folge an Schilddrüsenknoten leiden. „Wir erkennen die Patientinnen oft schon daran, dass sie mit großen Pulloverausschnitten im Wartezimmer sitzen, weil sie Rollkragen als störend empfinden und den Hals frei haben möchten“, berichtet Essler.
Substituieren mit Jodsalz, Jodtabletten, Jodtropfen oder Seealgen
Wer sich vegan ernährt, so der BDN-Experte, sollte daher unbedingt täglich Jodsalz verwenden, Kaliumjodid-Tabletten einnehmen oder Jodtropfen in vegane Produkte zusetzen. Was das Salz betrifft, gilt die Faustregel: 5 Gramm jodiertes Speisesalz – ein gestrichener Teelöffel – enthalten 75 bis 125 µg Jod.
„Alternativ kommen Seealgen als natürliche Quelle in Frage“, sagt Essler. Aber Vorsicht: Aufgrund schwankender und oft sehr hoher Jodgehalte besteht bei den Meerespflanzen das Risiko einer Jodvergiftung. „Auch Schwangere, Stillende und Kinder sind gut beraten, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung 150 µg Jod pro Tag einzunehmen“, betont der BDN-Experte.
Urintest am Morgen
Frühe Anzeichen für einen Jodmangel sind diffus und können leicht übersehen werden – etwa Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme, Frieren, Verstopfung, Haarausfall, depressive Stimmung, trockene Haut und brüchige Nägel. „Heiserkeit, Schluckbeschwerden und ein empfindlicher Hals sind dann schon eindeutigere Symptome“, erläutert der Nuklearmediziner. Ob ein Jodmangel vorliegt, kann ein Urintest am Morgen klären. „Hausärztinnen und Hausärzte sind dann die erste Anlaufstelle für die weitere Abklärung“, so Essler.
Quelle. Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V.
Einladung zum Patiententag in Plauen
Der DDB-Landesverband und der Gebietsverband Plauen laden Sie zum
Plauener Patiententag ein.
Termin: Samstag, 05.09.2026, 10 bis 14 Uhr
Ort: Billerstuben
Restaurant im Möbelcenter Biller, Rosa-Luxemburg-Platz 7, 08523 Plauen
Das Programm finden Sie demnächst auf unserer Homepage.
www.diabetikerbund-sachsen.de/aktuelle-informationen/patiententag-in-plauen/
Gern informieren wir Sie auch über unser Infoblatt – Sie sind noch nicht angemeldet?
Dann senden Sie eine E-Mail an:
ddb@medien-werbung-design.de mit dem Betreff:
Anmeldung zum Infoblatt des DiabetesNetzwerk Sachsen
Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Fasten bei Diabetes: Religiöse Pflicht und Lifestyle-Trend
Typ-2-Diabetes: strukturierte Fastenformen können helfen
Typ-1-Diabetes: Fasten ist eine Hochrisiko-Situation
Warum Diabetesberatung beim Fasten unverzichtbar ist
Diabetes-Checkliste zur Fastenzeit
Vorab klären
- Risiken bei eigenem Diabetestyp kennen
- Mit meinem Diabetesteam sprechen
- Insulin oder Medikamente (z.B. SGLT-2-Hemmer) anpassen/reduzieren, um eine euglykämische Ketoazidose zu vermeiden
- Unterzuckerungen und Ketoazidose erkennen und behandeln können
Während des Fastens
- Blutzucker und Ketone häufiger messen
- Ausreichend trinken
- Warnzeichen ernst nehmen
Fasten sofort beenden bei
- Unterzuckerung
- stark erhöhtem Blutzucker
- Schwindel, Übelkeit, Zittern
- Unsicherheit oder schlechtem Gefühl
Mittagsschlaf räumt im Gehirn auf
Schon ein Mittagsschlaf kann dem Gehirn helfen, sich zu erholen und wieder besser lernfähig zu werden. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Genf zeigen in einer am 22. Januar 2026 im Fachjournal NeuroImage veröffentlichten Studie, dass bereits ein Mittagsschlaf ausreicht, um Verbindungen zwischen Nervenzellen so auszurichten, das neue Information besser abgespeichert werden kann.
Diese Effekte waren bislang nur nach einer ganzen Nacht Schlaf bekannt. Die neue Studie zeigt, dass das Gehirn durch einen kurzen Schlaf gezielt entlastet und wieder in einen lernbereiten Zustand versetzt werden kann – ein Vorgang, der insbesondere in Situationen mit hoher Leistungsanforderung günstig sein könnte.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass selbst eine kurze Schlafphase das Gehirn in einen Zustand versetzen kann, in dem es wieder besser lernen und Informationen aufnehmen kann“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Christoph Nissen, der die Studie in seiner Zeit als Ärztlicher Leiter des Schlaflabors an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg durchgeführt hat. Heute ist er Universitätsprofessor und Chefarzt am Department für Psychiatrie, Universität und Universitätsklinikum Genf (HUG), Schweiz.
Was im Gehirn während des Mittagsschlafs passiert
Das Gehirn ist tagsüber durchgängig aktiv: Neue Eindrücke, Gedanken und Informationen werden verarbeitet, die Verbindungen zwischen Nervenzellen (Synapsen) verstärken sich dadurch. Diese verstärkten synaptischen Verbindungen sind eine wichtige neuronale Grundlage von Lernvorgängen. Sie führen aber auch zu einer Art Sättigung, so dass die weitere Lernfähigkeit des Gehirns mit der Zeit abnimmt. Schlaf hilft dabei, diese übermäßige Aktivität wieder herab zu regulieren – ohne wichtige Informationen zu verlieren.
„Die Studie zeigt, dass dieser ‘synaptische Reset‘ bereits nach einem Mittagsschlaf einsetzt und dass nachfolgend neue Information wieder besser im Gehirn abgespeichert werden kann“, so Nissen.
„Die Studie hilft uns zu verstehen, wie wichtig auch kurze Schlafphasen für die geistige Erholung sind“, sagt Prof. Dr. Dr. Kai Spiegelhalder, Leiter der Sektion für Psychiatrische Schlafforschung und Schlafmedizin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg. „Ein kurzer Schlaf zwischendurch kann helfen, wieder klarer zu denken und konzentriert weiterzuarbeiten.“
So lief die Studie ab
Untersucht wurden 20 gesunde junge Erwachsene, die an zwei Nachmittagen entweder einen Mittagsschlaf machten oder wach blieben. Der Mittagsschlaf dauerte im Schnitt 45 Minuten. Da direkte Messungen an Synapsen bei gesunden Personen nicht möglich sind, nutzte das Forschungsteam etablierte, nicht-invasive Verfahren wie die transkranielle Magnetstimulation (TMS) und EEG-Messungen, um Rückschlüsse auf die Stärke und Flexibilität der Synapsen zu ziehen.
Die Ergebnisse zeigten: Nach dem Mittagsschlaf war die durchschnittliche synaptische Aktivität im Gehirn reduziert – ein Zeichen für die erholende Wirkung von Schlaf. Gleichzeitig war die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu bilden, deutlich verbessert. Das Gehirn war also besser vorbereitet auf neue Lerninhalte als nach einer gleich langen Wachphase.
Alltagsnutzen und Ausblick
Die Studie liefert eine biologische Erklärung dafür, warum Menschen nach einem Mittagsschlaf oft leistungsfähiger sind. Besonders in Berufen oder Tätigkeiten, die ein hohes Maß an geistiger oder körperlicher Leistung erfordern – etwa in der Musik, im Sport oder in sicherheitskritischen Bereichen – könnte ein kurzer Schlaf gezielt eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
„Ein Mittagsschlaf kann helfen, Konzentration und Leistungsfähigkeit auch unter hoher Belastung aufrechtzuerhalten“, so Nissen.
Wichtig sei jedoch, betonen die Forschenden, dass gelegentliche Schlafprobleme nicht automatisch zu Leistungseinbußen führen. Insbesondere bei chronischer insomnischer Störung seien schlaf-wach-regulatorische Systeme im Wesentlichen intakt; vielmehr dominierten Sorgen und ungünstiges Schlaf-Wach-Verhalten.
In solchen Situationen sei eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) sinnvoller als Schlafmittel, da letztere die natürliche Erholungsprozesse des Gehirns stören und zu Abhängigkeitsentwicklungen führen könnten.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal
Für einen gesunden Schlaf:
Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
Den eigenen Rhythmus finden – Grundlage für gesunden Schlaf
- Regelmäßigkeit: Wer möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett geht und aufsteht – auch am Wochenende oder an Feiertagen – unterstützt seinen natürlichen Schlafrhythmus.
- Chronotypen beachten: Der Schlafrhythmus sollte zum individuellen Schlaftyp passen. Menschen mit einem sogenannten „Eulen-Typ“, die abends spät müde werden und morgens länger schlafen möchten, haben es schwerer, sich an sehr frühe Aufstehzeiten anzupassen.
- Mittagsschlaf mit Bedacht: Ein kurzer Mittagsschlaf kann erholsam sein, sollte jedoch nicht länger als 20 Minuten dauern. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte besser ganz darauf verzichten.
Das Schlafzimmer als Ort der Ruhe gestalten
- Auch die Schlafumgebung spielt eine entscheidende Rolle für erholsame Nächte. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Schlafzimmer schlaffördernd einrichten:
- Dunkelheit: Licht kann den Schlaf stören. Blickdichte Vorhänge oder Rollläden sowie das Entfernen leuchtender Displays helfen, den Raum zu verdunkeln. Auch der Wecker sollte so stehen, dass das Zifferblatt nachts nicht sichtbar ist.
- Frische Luft: Kurzes Lüften vor dem Schlafengehen sorgt für ein angenehmes Raumklima.
- Angenehme Temperatur: Ideal ist eine Raumtemperatur von unter 18 Grad Celsius.
- Ruhe: Eine möglichst geräuscharme Umgebung fördert den Schlaf.
- Lassen sich Lärmquellen wie Straßenverkehr oder ein schnarchender Partner nicht vermeiden, können Ohrstöpsel eine einfache Lösung sein.
- Gewohnheiten hinterfragen: Rituale statt Schlafmythen
Weitere Informationen zum Thema Schlafhygiene:
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal
Anmerkungen des Landesverbandes zu obigem CGM-Artikel
Im „Tagesgeschäft“ der Landesgeschäftsstelle sind wir regelmäßig und auch immer wiederkehrend mit der Frage zur Genauigkeit der Messsysteme konfrontiert.
Das passiert, seit wir die Möglichkeit der Blutzuckermessung mit den BZ-Messgeräten der vielen unterschiedlichen Anbieter haben. Natürlich setzt sich diese Frage auch mit den CGM-Geräten fort, auch wenn dort gar nicht der Blutzuckerspiegel, sondern der Glucose-Anteil in der Gewebsflüssigkeit gemessen wird.
Oft bekam ich zu hören, dass der BZ-Wert zwischen zwei Messgeräten unterschiedlich angezeigt wird. Das ist logisch, denn diese Patientengeräte sollen uns in der täglichen Therapie unterstützen. Dafür ist es nicht notwendig, dass sie absolut genau sind und geeicht werden wie Laborgeräte. Also Abweichungen der Messwerte von Gerät zu Gerät in einem bestimmten Bereich sind völlig in Ordnung.
Nun kommen die CGM-Systeme dazu, dort ist es natürlich ähnlich. Unterschiedliche Hersteller und unterschiedliche Systeme bewirken auch hier Abweichungen vom geeichten Laborgerät. Dazu kommt dann noch, dass CGM-Systeme ja nicht den Blutzuckerspiegel sondern die Glucose in der Gewebsflüssigkeit messen. Da steigt und sinkt der Glucosespiegel immer ein bisschen verzögert zum Blutwert. Das wissen die Hersteller natürlich und versuchen, es im Algorithmus zu berücksichtigen.
Alles in allem ist es jedoch ein ganz fantastischer Fortschritt und eine wunderbare Therapieunterstützung, auch bei den Abweichungen, wenn Sie dagegen überlegen, dass wir vorher Urinteststreifen hatten. Die zeigen ja erst an, wenn die Nierenschwelle überschritten ist, dann ist der Zuckerspiegel aber eben auch garantiert zu hoch.
Matthias Böhmer
Neues aus Plauen/Vogtladkreis
Verkehrswacht informiert zu Neuerungen im Straßenverkehrsrecht
- vorschulische Verkehrserziehung
- Fahrradausbildung an Schulen
- Verkehrserziehung in Grundschulen.
Im Alter sicher leben
Erster Schwerpunkt: Der Telefonbetrug inkl. Schockanrufe:
- sich nicht unter Druck setzen lassen wenn etwas merkwürdig erscheint,Höhrer auflegen
- am Telefon nicht über persönliche und finanzielle Verhältnisse sprechen oder Daten bekanntgeben
- niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen geben.
- alle Gewinnversprechen ignorieren
- im Verdachtsfall die Polizei verständigen
Zweiter Schwerpunkt: Die Gefahren an der Haustür
- keine Unbekannten in die Wohnung lassen
- die Tür nur mit vorgelegter Türsperre öffnen und die Person vor dem öffnen der Tür genau ansehen
- von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis zeigen lassen
- Achtung vor Haustürgeschäften – nichts unterschreiben
Letzter Punkt: Gefahren unterwegs
- keine großen Bargeldbeträge mitnehmen
- Geld, Kreditkarten, Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung körpernah tragen
- die Geldbörse beim Einkauf nicht in die Einkaufstasche /-wagen legen
- die Geldbörse beim Bezahlen nicht aus der Hand geben
- die Handtasche im Restaurant oder Laden nie aus den Augen lassen
- beim Autoparken keine Wertsachen im Fahrzeug liegen lassen
Fachkräftemangel: Potenzial der Heimdialyse mehr nutzen
n Deutschland sind rund 100.000 Menschen auf eine regelmäßige Dialyse angewiesen, da ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt oder vollständig ausgefallen ist. Diese Behandlung ist lebensnotwendig und gleichzeitig kosten- und personalintensiv. Angesichts des Fachkräftemangels weist die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) auf die Heimdialyse hin, eine Therapieform, die im Gegensatz zur Dialysebehandlung in Zentren und Kliniken hierzulande noch viel zu wenig genutzt wird, aber großes Potenzial birgt. „Wir sehen im Ausbau der Heimdialyse eine Chance, die Versorgung langfristig zu sichern, Patientinnen und Patienten mehr Selbstbestimmung und Wohlbefinden zu ermöglichen und gleichzeitig das medizinische Personal zu entlasten”, sagt Prof. Dr. Martin Kuhlmann, Präsident der DGfN. Derzeit dialysieren nur knapp 7 Prozent der Betroffenen zu Hause – die DGfN hält eine Quote von 20 bis 30 Prozent, wie sie auch in anderen Ländern erreicht wird, für realistisch.
Heimdialyse: flexibel, alltagsnah, medizinisch sinnvoll
Bei der Heimdialyse wird die Behandlung von Patientinnen und Patienten eigenständig durchgeführt, entweder über das Bauchfell (Peritonealdialyse) oder als klassische Hämodialyse. Die daraus resultierenden Vorteile umfassen eine flexible, selbstbestimmte Zeitgestaltung, den Wegfall langer Anfahrten sowie einen gesundheitlichen Nutzen. „Je häufiger und kontinuierlicher dialysiert wird, desto besser wird die natürliche Nierenfunktion ersetzt“, sagt Kuhlmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Nephrologie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain in Berlin. „Für berufstätige, aber auch für alle selbstständigen oder von der Familie unterstützten Betroffenen kann die Heimdialyse eine attraktive Option sein, die gleichzeitig auch eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität darstellt.“
Quelle: DGfN